

Zusammenfassung der Überlieferung
Tsukuyomi ist die Mondgottheit in Japans frühen Chroniken. Das Kojiki überträgt diesem Kami die Herrschaft über die Nacht, erzählt nach der Geburt aber kaum mehr. Das Nihon Shoki bewahrt weitere Fassungen, weshalb es keine einheitliche Lebensgeschichte Tsukuyomis gibt.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Im Kojiki wäscht sich Izanagi nach seiner Rückkehr aus dem Totenreich. Als er sein rechtes Auge reinigt, erscheint Tsukuyomi; Amaterasu entsteht aus dem linken. Mond und Sonne gehen aus derselben Reinigung hervor.
Das Nihon Shoki überliefert auch eine Fassung, in der Tsukuyomi aus einem Spiegel geboren wird. Die Berichte stehen in den Chroniken nebeneinander, ohne zu einer einzigen widerspruchsfreien Herkunft verschmolzen zu werden.
In einer Fassung des Nihon Shoki tötet Tsukuyomi die Nahrungsgottheit Ukemochi. Amaterasu ist entsetzt und will den Himmel nicht mehr mit ihm teilen. Ein dauerhafter Streit erklärt hier die Trennung von Tag und Nacht.
Tsukuyomi wird unter anderem im Tsukiyomi-no-miya verehrt, der zum Heiligtum von Ise gehört. Obwohl die Chroniken nur wenige Abenteuer der Mondgottheit erzählen, bewahrt die Schreintradition ihr einen Platz neben der bekannteren Sonnengöttin.
Quellen und redaktioneller Stand
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