

Zusammenfassung der Überlieferung
Nanna ist der sumerische Mondgott, auch Suen und Sin genannt. Seine wichtigste heilige Stadt war Ur mit ihrem großen Tempelbezirk. Das wechselnde Mondlicht verband ihn mit dem Vergehen der Tage, dem Kalender und dem Rhythmus des religiösen Lebens.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Die Mondsichel ist Nannas vertrautes Zeichen. Alte Hymnen vergleichen ihre Form mit den Hörnern eines Stiers. Der Mond erhält so eine lebendige Gestalt, die über den dunklen Himmel zieht.
In der sumerischen Erzählung von seiner Reise nach Nippur belädt Nanna ein Boot mit Geschenken und fährt zu Enlils Tempel. Die Wasserwege führen ihn durch eine Landschaft aus Städten und bebautem Land.
Nach der Übergabe seiner Geschenke bittet Nanna Enlil um Wohlstand für Ur. Er nennt, was eine Stadt braucht: Wasser, Getreide, Fische und gesunde Herden. Göttliche Gunst nimmt die Form alltäglichen Überflusses an.
In bekannten sumerischen Überlieferungen gelten Nanna und seine Frau Ningal als Eltern des Sonnengottes Utu und der Inanna. Der Mond gehört zu einer Familie, deren Mitglieder auch die wechselnden Himmelslichter verkörpern.
Quellen und redaktioneller Stand
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