

Zusammenfassung der Überlieferung
Schamasch, auf Sumerisch Utu, ist der mesopotamische Sonnengott. Weil die Sonne die ganze Welt überquert, ist er auch Zeuge menschlicher Taten und Gott der Gerechtigkeit. Menschen baten ihn, verborgenes Unrecht aufzudecken und gerechte Entscheidungen zu ermöglichen.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Ein bekanntes Bild zeigt den Sonnengott, wie er zwischen Bergen aufsteigt, mit Strahlen an den Schultern. Der Tagesbeginn wird zur Ankunft eines göttlichen Zeugen, dessen Licht die bewohnte Welt erreicht.
Auf Hammurabis berühmter Gesetzesstele steht der König vor dem sitzenden Schamasch. Das Bild verbindet königliche Rechtsprechung mit göttlicher Autorität. Es zeigt nicht, wie der Gott jedes Gesetz Wort für Wort diktiert.
Im Gilgamesch-Epos hilft Schamasch dem Helden und Enkidu auf ihrer Reise zum Zedernwald. Seine Winde greifen bei der Begegnung mit Humbaba ein und geben dem Sonnengott eine aktive Rolle im Geschehen.
Sippar und Larsa waren wichtige Städte seiner Verehrung. Beide besaßen einen Tempel namens Ebabbar, das „Weiße Haus“. Derselbe Gott konnte zu unterschiedlichen örtlichen Gemeinschaften und ihren Traditionen gehören.
Quellen und redaktioneller Stand
Quellen für diesen Eintrag:







