

Zusammenfassung der Überlieferung
Itzpapalotl, deren Name meist als ‚Obsidianschmetterling‘ übersetzt wird, ist eine mächtige Gottheit der Nahua-Traditionen. Ihre Bilder verbinden Schmetterlingsmerkmale mit Klauen und Klingen. Zu ihr gehören Krieg, Ursprünge und der heilige Ort Tamoanchan. Sie ist weder bloß ein zarter Schmetterling noch eine einfache Todesgöttin.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Ein Schmetterlingsflügel und eine Obsidianklinge scheinen sehr verschiedene Dinge zu sein. Itzpapalotls Name führt sie zusammen. Ihre Bilder können scharfe Kanten neben Flügelformen setzen und Schönheit und Gefahr in einer heiligen Gestalt vereinen.
Itzpapalotl wird mit Tamoanchan verbunden, einem Ursprungsort, den gemalte Handschriften durch einen gebrochenen oder geteilten Baum darstellen. Er gehört zu vielschichtigen Schöpfungstraditionen, nicht zu einem einzigen Paradies für alle geehrten Toten.
Überlieferungen verbinden sie auch mit Mixcoatl und der Geschichte der Chichimeken. Diese Beziehungen stellen sie in Erzählungen über wandernde Völker, Jagd und Krieg, weit über das moderne Bild einer Schmetterlingsgöttin hinaus.
In El Cerrito fanden Archäologen mit Itzpapalotl verbundene Opfergaben, darunter verbrannte weiße Feuersteinspitzen und kleine Schmuckstücke. Auch ein gemeißeltes Steinbild ist dort erhalten. Gegenstände und Orte bezeugen sie ebenso wie schriftliche Berichte.
Quellen und redaktioneller Stand
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