

Zusammenfassung der Überlieferung
Raijin ist der japanische Donnergott, meist mit Trommelstöcken und einem Ring aus Trommeln dargestellt. Oft erscheint er neben dem Windgott Fūjin. Bilder und Skulpturen verwandeln den Klang eines Gewitters in eine eindrucksvolle Gestalt zwischen den Wolken.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Raijin hebt seine Stöcke zu den Trommeln, die ihn umgeben. In diesem vertrauten Bild wird das Grollen über den Dächern zum Rhythmus eines himmlischen Musikers.
Sōtatsus gemalter Raijin blickt über eine weite goldene Fläche zu Fūjin. Beide stehen auf Wolken. Ihre lebhaften Körper lassen ringsum erstaunlich viel offenen Himmel frei.
Im Sanjūsangendō in Kyoto steht ein hölzerner Raijin zwischen heiligen buddhistischen Figuren. Sein grimmiger Ausdruck gehört zur Schutzsymbolik des Tempels; ein furchteinflößendes Gesicht allein macht ihn nicht zum Bösewicht.
Japanische Überlieferungen kennen mehrere Donnergottheiten, keine einzelne Geschichte für jedes Gewitter. Der trommelnde Raijin ist eine vertraute Kunstgestalt, aber nicht mit jeder Donnerfigur der alten Chroniken gleichzusetzen.
Quellen und redaktioneller Stand
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