

Zusammenfassung der Überlieferung
Nabu ist ein mesopotamischer Gott der Schrift, der Gelehrsamkeit und der Weisheit. Besonders in Babylonien und Assyrien verehrten ihn Herrscher und Schreiber. Sein Zeichen war der Schreibgriffel: ein kleines Werkzeug, das einen Namen, ein Gebet oder einen königlichen Befehl bewahren konnte.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Nabus Haupttempel stand in Borsippa nahe Babylon und hieß Ezida. Der Name wird gewöhnlich als „Wahres Haus“ übersetzt. Die Stadt blieb ihrem Gott über viele Jahrhunderte eng verbunden.
In babylonischer Überlieferung ist Nabu Marduks Sohn. Zum Neujahrsfest reiste sein Kultbild von Borsippa nach Babylon. Die benachbarten Städte wurden so Teil derselben feierlichen Reise.
Ein Griffel mit keilförmiger Spitze konnte Nabu in der Kunst vertreten. Schreiber drückten damit Keilschriftzeichen in Ton und ließen die Tafeln trocknen. Das Zeichen ihres Gottes gehörte zur täglichen Arbeit ihrer Hände.
Auch in der assyrischen Stadt Kalhu besaß Nabu einen Tempel namens Ezida. Die dort gefundenen Tafeln zeigen, wie eng seine Verehrung mit der gelehrten Arbeit am Königshof verbunden war.
Quellen und redaktioneller Stand
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