

Zusammenfassung der Überlieferung
Ereschkigal ist die mesopotamische Göttin, die über die Toten herrscht. Ihr Name wird meist als „Herrin der großen Erde“ verstanden. In der sumerischen Unterweltsgeschichte ist sie Inannas Schwester und regiert ein Reich, in dem irdische Macht einen Besucher nicht schützt.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Als Inanna die Unterwelt erreicht, lässt Ereschkigal die Tore nach den dort geltenden Regeln öffnen. An jedem verliert die Besucherin ein Schmuckstück oder Kleidungsstück. Sie kommt ohne die Zeichen ihrer Macht aus der oberen Welt an.
Inannas Abstieg endet im Tod, bevor Hilfe sie erreicht. Ereschkigals Reich ist kein Ort, den man nach Belieben betreten und verlassen kann — auch dann nicht, wenn man eine Göttin ist.
Enki schickt zwei Wesen, die Ereschkigals Leiden mit mitfühlenden Worten beantworten. Sie erbitten Inannas Körper und erwecken sie zum Leben. Die Rettung beginnt mit Aufmerksamkeit für den Schmerz der Unterweltskönigin.
Andere Texte erzählen, wie Nergal Ereschkigals Partner wird. Sie gehören zu verschiedenen Fassungen und Zeiten. Ihre Geschichte erschließt sich aus mehreren erhaltenen Texten, nicht aus einer einzigen feststehenden Familiengeschichte.
Quellen und redaktioneller Stand
Quellen für diesen Eintrag:







