

Zusammenfassung der Überlieferung
Marduk ist der Schutzgott Babylons. Mit der Bedeutung der Stadt wuchs auch seine Stellung unter den Göttern. Enuma Elisch feiert ihn als Sieger über Tiamat und Ordner der Welt und zeigt damit eine ausdrücklich babylonische Vorstellung göttlicher Autorität.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Vor dem Kampf gegen Tiamat verlangt Marduk von den versammelten Göttern die höchste Autorität. Sie prüfen und bestätigen seine Macht. Sein Sieg begründet im Gedicht sowohl die Weltordnung als auch seine Stellung unter den Göttern.
Nach dem Kampf ordnet Marduk den Himmel und die Plätze der Sterne. Die Dichtung führt vom Streit zu einem geordneten All, in dem Zeit und Himmelsbewegungen ihren bestimmten Platz haben.
Marduks Haupttempel in Babylon hieß Esagila. Die Stadt ehrte ihn beim Neujahrsfest und vereinte den König, die Tempel und die Kultbilder anderer Götter in einer öffentlichen Zeremonie.
Der mušḫuššu, ein langhalsiges Wesen mit Merkmalen verschiedener Tiere, wurde Marduks vertrauter Begleiter in der Kunst. Er erscheint am Ischtar-Tor Babylons und trägt die Gegenwart des Gottes in die monumentalen Stadtmauern.
Quellen und redaktioneller Stand
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