

Zusammenfassung der Überlieferung
Perun ist ein slawischer Donnergott, der auch mit Blitzen und Eiden verbunden ist. Mittelalterliche Berichte zählen ihn zu den wichtigsten Göttern der Kiewer Rus. Vieles, was wir über ihn wissen, stammt aus Chroniken, die nach der Ausbreitung des Christentums in der Region entstanden.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Die Nestorchronik beschreibt ein hölzernes Bildnis Peruns auf einem Hügel in Kyjiw. Es hatte einen silbernen Kopf und einen goldenen Schnurrbart. Fürst Wladimir ließ es vor seinem Übertritt zum Christentum neben anderen Götterbildern aufstellen.
In Verträgen, die in der Nestorchronik überliefert sind, wird Perun als Zeuge von Eiden angerufen. Wer bei ihm schwor, legte seine Waffen vor sich nieder und versprach, den vereinbarten Frieden zu halten.
In der slawischen Überlieferung ist die Eiche mit Perun verbunden. Man kann sie sich gut vorstellen: einen weit ausladenden Baum unter dunkler werdendem Himmel, dessen Blätter sich vor dem Regen im Wind bewegen.
Peruns Geschichten sind in verstreuten Aufzeichnungen und späterer Volksüberlieferung erhalten, nicht in einem einzigen alten Buch. Heutige Nacherzählungen fügen diese Stücke zusammen und stimmen in den Einzelheiten nicht immer überein.
Quellen und redaktioneller Stand
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