

Zusammenfassung der Überlieferung
Olokun wird in Yoruba-Traditionen und bei den benachbarten Edo mit dem Meer, seinem Reichtum und seinen verborgenen Tiefen verbunden. Die Darstellungen unterscheiden sich, auch im Geschlecht der Gottheit. Wasserwesen, kostbare Materialien und Bilder des Überflusses zeigen die Macht des Meeres, Reichtümer zu bergen und zu schenken.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Kunstwerke der Yoruba aus Owo können Krokodile und Figuren mit fischartigen Beinen zeigen, die auf Olokun verweisen. Sie verbinden den Wohlstand eines Herrschers mit einer Welt jenseits gewöhnlicher menschlicher Reichweite.
Olokun wird in einer Tradition als weiblich, in einer anderen als männlich beschrieben. Solche Unterschiede gehören zur lebendigen Religions- und Kunstgeschichte. Sie sind kein Rätsel, das eine einzige allgemeingültige Antwort verlangt.
Im benachbarten Königreich Benin hat Olokun einen eigenen Platz in der königlichen Religion der Edo. Überseehandel und kostbare Materialien verstärken die Verbindung mit Reichtum. Edo- und Yoruba-Traditionen sind deshalb nicht austauschbar.
Auch ein indigogefärbtes Stoffmuster der Yoruba heißt Olokun. Seine Anordnungen können Fische, Vögel und Alltagsgegenstände zeigen. So findet der Name der Meeresgottheit Eingang in die geduldige Arbeit der Textilherstellung.
Quellen und redaktioneller Stand
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