

Zusammenfassung der Überlieferung
Yemoja ist eine Orisha, eine göttliche Präsenz in der lebendigen Religion der Yoruba. Sie steht mit Mutterschaft und Flusswasser in Verbindung, in Nigeria besonders mit dem Ogun. In verwandten Traditionen Amerikas werden Yemayá oder Iemanjá dagegen eng mit dem Meer verbunden.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Yemojas Name wird häufig als ‚Mutter, deren Kinder Fische sind‘ verstanden. Er verbindet Mutterschaft mit dem Leben im Wasser, ohne dass alle Gemeinschaften dieselben Geschichten über ihre Kinder erzählen müssten.
In Abeokuta wird Yemoja bis heute am Ogun verehrt. Ihre Gegenwart gehört zu einer wirklichen Landschaft mit Ufern, Siedlungen und Menschen ebenso wie zu den heiligen Erzählungen.
Yemayá in der kubanischen Lucumí-Religion und Iemanjá in brasilianischen Traditionen haben eigene Lieder, Feste und Formen der Verehrung. Ihre Verbindung zum Meer lässt sich aus diesen Geschichten verstehen, aber nicht auf sämtliche Yoruba-Traditionen übertragen.
Menschen wenden sich an Yemoja als schützende mütterliche Präsenz. Damit ist sie keineswegs nur eine sanfte Gestalt aus einer alten Geschichte: Sie wird in lebendigen Gemeinschaften verehrt, deren Lehren sich unterscheiden und weiterentwickeln.
Quellen und redaktioneller Stand
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