

Zusammenfassung der Überlieferung
Agni ist die vedische Gottheit des Feuers, zentral für Rituale, deren Gaben durch die Flammen zu den Göttern gelangen. Die erste Hymne des Rigveda gilt ihm. Seine Gegenwart bringt das Göttliche an den Herd und zum sorgfältig gehüteten Ritualfeuer.
Geschichten und Hintergründe
Kurze Nacherzählungen und Erläuterungen. Die Quellen stehen unten.
Der Rigveda beginnt mit der Anrufung Agnis als Priester und Überbringer von Gaben. Vor der Reise durch weitere Hymnen und Göttergeschichten stehen ein sorgsam gepflegtes Feuer und eine Stimme, die es zum Gebet einlädt.
Feuer trägt die Gaben mit Rauch und Flammen empor. Im vedischen Ritual macht dies Agni zum Boten zwischen den verehrenden Menschen und den zur Zeremonie eingeladenen Göttern.
Bilder zeigen Agni mitunter auf einem Widder, von Flammen umgeben und mit einem Opferlöffel in der Hand. Die Gegenstände verbinden seine menschliche Gestalt mit den Handlungen am Ritualfeuer.
Im Ramayana erscheint Agni bei Sitas Feuerprobe und bringt sie unversehrt zurück. Die Szene gehört zu einem schwierigen Teil des Epos, in dem ihre Treue angezweifelt wird. Spätere Fassungen deuten die Szene und ihre Beziehung zu Rama unterschiedlich.
Quellen und redaktioneller Stand
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